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*J A Z Z   C L U B B I N G   I N   B E R L I N*

Wir befinden uns Mitte der 50s. Aus Ost und West strömen Musiker zur Session... zunächst in die "Badewanne" Nürnberger Straße am Tauentzien, magnetisch angezogen wie seit ewigen Zeiten Künstler zueinander finden, die Austausch und Inspiration suchen. Das erste deutsche Jazzlokal war geboren. Nicht etwa gewollt und gesteuert war es zu dieser Institution gekommen. Der Inhaber ergab sich eher dem Trend der Zeit, indem er die Jazzer jazzen ließ, Boogie-Woogie tolerierte und mit beglücktem Blick auf seine Einnahmen Jam-Sessions ertrug. Das sprach sich herum, auch unter Stars und Sternchen. Künstler oder die, die sich dafür hielten, hatten einen neuen Treffpunkt gefunden. Und ob nun Jazz vom Feinsten oder Tanz-Wettbewerb, mit gehörigen Mengen Wein oder Bier war Genuß pur angesagt. Im Zusammenhang mit einem Jitterbug-Tanzturnier 1953 horchen wir erstmals auf: zweiter Platz für die "Spree City Stompers"- wir durften sie später im "Palais de Dance" genießen, dann im "Prälat Schöneberg". Schließlich endlich in einem Kellerlokal mit Atmosphäre, der "Kajüte". Die Atmosphäre war so atemberaubend, daß sich schließlich die Behörden zum Einschreiten gezwungen sahen wegen der Baufälligkeit in diesem Keller unter einer Ruine.

Kurzerhand zogen die Kreativen samt Stammgästen 1955 um in den "Breitenbachkeller", womit wir uns unversehens am Ort des Geschehens befinden.

 

EIERSCHALE musste man nicht erklären, EIERSCHALE = Jazz in Berlin..

Umgetauft in "Eierschale" haben wir den Mittelpunkt des internationalen Jazz auf Deutschem Boden vor uns, die Insel auf der Insel, den Anlaufpunkt der Berlin-Touristen, die Legende. Die Eierschale also. Hier konnte jeder den Eintrittspreis bezahlen und sich dennoch ein paar Bier oder Cola leisten. Bei Saunaklima schwitzte man dann Bauch an Bauch mit Gästen aus aller Welt, während draußen - vielleicht sogar im Regen - die nächsten Besucher oftmals stundenlang auf Einlaß hofften.

Das Schild neben dem Piano: "Hochspannung, Lebensgefahr!" hätte eigentlich schon am Eingang placiert werden müssen! Die meisten Fotos auf dieser FanPage stammen aus dem Nachlass des Fotografen Harald Hahnenbruch.

Die Fotografien stammen aus den Beständen von: Gerhard Vohwinkel ¬ Wolfram Jacob ¬ Bodo Görler ¬ Micki Bahner ¬ Helga Beck ¬ Jannek Zgainski ¬ Marianne Brunert ¬ Klaus Fuhlbrück ¬ Detwin Johannsen ¬ Florenz Lengler ¬ TromPeter Möhle ¬ Lothar Ferchland ¬ Petra Schnese ¬ Peter Strohkorb ¬ Tilo Wedell ¬ Wolfgang Krückeberg. Vielen Dank!

Dann viel Spaß beim Surfen auf den musikalischen Wellenseiten - mfG vom Webmaster Wolfram Jacob


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